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Presseberichte

Am 10.02.10 erschien ein Artikel über Michael Rensing bei sueddeutsche.de
Der MRFC bekam die Freigabe zur Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Raus aus der Kahn-Falle von Christof Kneer

Das Pokalspiel gegen Greuther Fürth könnte darüber entscheiden, ob Michael Rensing in Deutschland bleibt oder doch ins Ausland wechselt.

Wohin wechselt Michael Rensing?

Markus Grünberger war ein guter Torwart damals, aber der Münchner A-Jugendtrainer merkte bald, dass der andere noch besser war. Von weit her kam dieser andere, aus Lingen im Emsland, gerade 16 war er, aber eine Woche Probetraining genügte dem Münchner A-Jugendtrainer, um den Daumen zu heben. Behalten, den Mann!, signalisierte er der Vereinsführung.

Die Vereinsführung behielt den Mann, der tatsächlich sehr schnell sehr viel besser wurde als Markus Grünberger. Er wurde so viel besser, dass sie beim FC Bayern zur Überzeugung kamen, er würde besser werden als Oliver Kahn. So begann die Geschichte.

Zehn Jahre ist diese Geschichte jetzt her, aus dem Münchner A-Jugendtrainer Roman Grill ist inzwischen der Spielerberater Roman Grill geworden, aber das Torwarttalent von damals hat den Kahn noch immer nicht hinter sich gelassen.

Immerhin hat Michael Rensing, inzwischen 25, wieder zu Grill zurückgefunden, der ihn seit einem Jahr berät und nun eine schöne, schwere Aufgabe vor sich hat: diesen 16-Jährigen von damals doch noch zu jenem Torwart werden zu lassen, der er eigentlich längst sein sollte.

Am Mittwoch spielen die Bayern im Pokal gegen Fürth, kein großes Spiel wahrscheinlich, nicht mal das Fernsehen überträgt live. Für Rensing aber dürfte es das größte Spiel seit langem werden: Seinem gerechtigkeitsfanatischen Trainer Louis van Gaal sind Rensings anständige Trainingsleistungen nicht entgangen, weshalb er ihm diesen Auftritt auf der Pokal-Bühne schenkt. Es war als Zeichen gedacht, als Geste, aber am Dienstag wurde eine Notwendigkeit daraus: Jörg Butt, van Gaals Nummer eins, muss wegen einer Wadenverletzung ohnehin passen.

Es ist fast eine Art Abschiedsspiel für Michael Rensing, dabei ist es doch erst anderthalb Jahre her, dass der große Kahn seinerseits Abschied nahm, um die Ära Rensing beginnen zu lassen. Einer, der es wissen muss, sagt: „Michael hat schnell merken müssen, dass es einen Unterschied macht, ob man gelegentlich einspringt und dann hervorragend hält oder ob man das ganze Ding übernimmt.“ Der das sagt, ist Oliver Kahn.

Michael Rensing wird München am Ende der Saison verlassen, und das Pokalspiel gegen Fürth könnte darüber entscheiden, in welcher Stadt künftig Rensings Tor steht.

Rensing weiß, dass Deutschland das Vertrauen in ihn verloren hat, und womöglich kann man Deutschland nicht mal böse sein. Für Deutschland ging die Geschichte ja so, dass die stets großspurigen Bayern hier einen Torwart im bewährten Mir-san-Mir-Stil zum neuen Nationaltorwart ausrufen, nur weil er beim FC Bayern spielt. Deutschland hat dann mitbekommen, wie dieser angebliche Nationaltorwart ein paar Bälle rutschen ließ, und Deutschland hat dann nicht gedacht: Okay, hat ein junger Torwart halt mal ein paar Fehler gemacht, wie der Neuer oder der Adler auch. Nein, Deutschland feixte: Ha, was haben die großspurigen Bayern denn da für einen Amateur im Tor!

„Michaels Situation war eben von Anfang an nicht normal“, sagt der Berater Grill, „normalerweise stellt man einen jungen Torwart ins Tor, und dann darf er sich ein bisschen entwickeln.“ Im hysterischen Münchner Post-Kahn-Milieu aber wurde jede Parade zur Weltparade, jeder Fehler zum größten Fehler aller Zeiten aufgeblasen. Rensing konnte förmlich spüren, wie er in dieser Extremsituation seine Sicherheit einbüßte, wie sein Spiel anfälliger, zerbrechlicher wurde.

Vor allem aber ist sein Spiel viel zu oft das Spiel eines anderen gewesen: Es war immer Kahns Spiel. Er wollte auftreten wie Kahn, wirken wie Kahn, halten wie Kahn. Er wollte aggressiv sein, wollte die Mitspieler motivieren und hat übersehen, dass die Mitspieler vielleicht gar nicht mehr so aggressiv motiviert werden wollten. Er hat dem Rensing in sich zu wenig Auslauf gelassen. Er weiß, dass er jetzt ein anderes Leitbild braucht.

Rensing war gefangen in der Kahn-Falle, und noch rätselt er, wo er die verlorenen Jahre am besten nachholt. Soll er in Deutschland bleiben oder lieber ein, zwei Jahre in die Komfortzone, nach Basel, Salzburg oder zu einem mittelgroßen Klub in Spanien oder Italien? Vorerst gilt die Faustregel: Je mehr Spiele er diese Saison noch macht, desto größer ist die Chance, die vom Glauben abgefallene Bundesliga wieder von sich zu überzeugen. Spielt er nur gegen Fürth, bleibt ihm wohl nur die Ehrenrunde im Ausland.

Rensing sei inzwischen stabil wie nie zuvor, haben sie bei Bayern festgestellt, er hat offenbar seinen Frieden mit seiner Geschichte gemacht. Er will jetzt gut spielen gegen Fürth, er will mit den Bayern weiterkommen, und vielleicht, so hofft er, kommt dann sein gerechtigkeitsfanatischer Trainer auf die Idee, ihn wenigstens zum Pokal-Stammtorwart zu machen.

© Süddeutsche Zeitung GmbH, München.

Mit freundlicher Genehmigung von http://www.sz-content.de (Süddeutsche Zeitung Content).

 

 

Auszug aus einem Artikel vom 30.11.09 erschienen in der www.wochenanzeiger-muenchen.de:

Michael Rensing zu Gast im Jugendzentrum aqu@rium

....Am letzten Tag war die Überraschung groß, als während des Mittagessens plötzlich zwei Spieler des FC Bayern München und ein Spieler der SpVgg Pfullendorf den Saal betraten. Die beiden Jungprofis, Björn Kopplin und Marco Höfert, wurden begleitet von Michael Rensing, dem Torhüter des FC Bayern. Geduldig beantworteten die drei die neugierigen Fragen der Jungen und Mädchen und schrieben fleißig Autogramme....

Hier noch der Link zum vollständigen Artikel:

http://www.wochenanzeiger-muenchen.de/nachrichten/sport/Fu%C3%9Fball_17306.html


 

 

Wir bedanken uns bei der Sport Bild Redaktion für die schnelle und unkomplizierte Freigabe zur Veröffentlichung des Interviews auf unserer Homepage.

In der "Sport Bild, Ausgabe 46, vom 11.11.2009" erschien folgendes Interview mit Michael Rensing:

Rensing reicht’s: Im Sommer bin ich weg

SPORT BILD: Herr Rensing, Manager Uli Hoeneß hat sich für die kommende Saison festgelegt: Der FC Bayern will eine neue Nummer eins fürs Tor verpflichten. Ist das Thema Bayern damit für Sie endgültig erledigt?

Michael Rensing: Ja, dann macht es keinen Sinn für mich zu bleiben.

SPORT BILD: Haben Sie mit Uli Hoeneß bereits das Gespräch gesucht, oder werden Sie es noch?

Michael Rensing: Nein, das ist im Augenblick auch nicht nötig.

SPORT BILD: Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Kommt auch ein Abschied im Winter infrage?

Michael Rensing: Nein. Der Trainer (Louis van Gaal) bestätigt mir sehr gute Trainingsleistungen, diese möchte ich fortsetzen, damit ich noch einen guten Abschied aus München hinbekomme. Das ist mir sehr wichtig.

SPORT BILD: Ihr Konkurrent Jörg Butt hat sich zuletzt mehrere Patzer erlaubt, steht aber immer noch im Tor. Sehen Sie jetzt noch eine Chance für die aktuelle Saison?

Michael Rensing: Ja, das ist auch mein erklärtes Ziel. Ich will wieder im Tor stehen und noch einige Spiele für den FC Bayern machen. Ich möchte zeigen, dass ich ein erstklassiger Torhüter bin. Louis van Gaal setzt auf das Leistungsprinzip, und er hat mir auch damals, als er mich aus dem Tor genommen hat, schon gesagt, dass ich nochmals eine Chance bekommen werde.

SPORT BILD: Sind Sie sauer auf Uli Hoeneß, der Ihnen versprochen hat, die Nummer eins zu sein?

Michael Rensing: Nein, aber ich denke, er hat trotz seiner Erfahrung die Situation falsch beurteilt. Dass er mir am Anfang bei Klinsmann so den Rücken freigehalten hat, das hat mir im Nachhinein mehr geschadet als geholfen.

SPORT BILD: Was ist Ihrer Ansicht nach noch schief gelaufen?

Michael Rensing: Meine Position als Nachfolger von Oliver Kahn war von vornherein nicht einfach, zudem war der Verein im Umbruch: neuer Trainer, neuer Torwarttrainer, neue Methoden. Diese Konstellation und der ausbleibende Erfolg der Mannschaft haben nicht geholfen, mich objektiv zu beurteilen.

SPORT BILD: Fühlen Sie sich ungerecht behandelt?

Michael Rensing: Das nicht, ich beschreibe nur die Situation. Ein junger Torhüter macht ab und an einen Fehler. Es geht darum, wie die Führung und ich selbst damit umgehe. Es ist so, wie es ist. Jetzt schaue ich nach vorne und möchte bei einem neuen Verein zeigen, wie gut ich bin.

SPORT BILD: Hoeneß macht kein Geheimnis aus dem Interesse an Manuel Neuer. Ihr Mentor Sepp Maier brachte die Variante eines Torhüter-Austauschs mit Schalke ins Spiel. Wäre das eine Option?

Michael Rensing: Das sind Spekulationen. Ich will zu diesem Zeitpunkt nicht mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht werden. Ich habe hier eine Aufgabe zu erfüllen, alles andere ist nicht korrekt.

SPORT BILD: In den DFB-Jugendmannschaften standen Sie vor Neuer und Nationaltorhüter René Adler. Bereuen Sie, sich auf das Versprechen von Bayern, Oliver Kahn im Tor beerben zu dürfen, eingelassen zu haben?

Michael Rensing: Ja, das war eine Fehleinschätzung. Ich war zu jung, um diese Situation richtig zu beurteilen. Ich hätte weggehen sollen und zwei, drei Jahre irgendwo anders im Tor stehen müssen, das muss ich jetzt machen. Ich möchte nicht darauf herumreiten, aber beim FC Bayern werden keine Fehler verziehen, und so ist nun einmal meine Situation.

 

Zitat aus einem Interview mit Stefan Maierhofer (Wolverhampton, vorher u.a. Rapid Wien und FC Bayern) aus der Kicker vom 17. September 2009:

Kicker: Bayern, Koblenz, Fürth - für wen schlägt ihr Herz noch?

Maierhofer: Bayern. Ich habe Herman Gerland, Gerd Müller, Werner Kern und Felix Magath viel zu verdanken. Die Zeit nimmt mir keiner mehr. Besonders gut in Erinnerung ist mir Michael Rensing  geblieben.

Kicker: Wieso das?

Maierhofer: Als er damals als Profi bei den Amateuren spielte, ist er auf mich zugegangen, ein super Typ.

Kicker: Nun sieht es für ihn bei Bayern schlecht aus. Wollen sie ihm Wolverhampton schmackhaft machen?

Maierhofer: Der Michael bekommt seine Chance wieder, da bin ich sicher. Dazu braucht er mich nicht, er wird es alleine schaffen.

 


Michael Rensing als Pate

Quelle: Mittelbayrische Zeitung   15.07.09

Mini-Teams spielen das weltgrößte Turnier in Schwarzenfeld

Zitat“… 98 Mannschaften spielen ein Turnier. Das wäre Weltrekord. Sogar mehr als das. Denn beim bislang größten Turnier der Welt sind 68 Mannschaften gegeneinander angetreten. Nun möchte Jürgen Rheinbay, seit 20 Jahren Fußballjugendtrainer, diesen Rekord knacken: 668 kleine Fußballer tummeln sich am Samstag, 18. Juli, im Sportpark Schwarzenfeld. Sie spielen um den Sieg, und sie kommen, um den Weltrekord zu knacken. Doch eigentlich dreht sich das Turnier um etwas ganz anders, sagt Rheinbay: „Ich will lauter glückliche Kinder sehen!“ Übertriebenen Ehrgeiz, den sollen sie zuhause lassen.

Ob das gut geht? Denn die E- und F-Junioren werden wohl auch unter den Augen eines Prominenten spielen. Pate des Turniers ist Michael Rensing, der Torwart des FC Bayern München. Am selben Tag muss er bei einem Kurzturnier in Gelsenkirchen ran. Doch eins hat er versprochen: „Er versucht vorbeizukommen“, sagt Rheinbay ….“