Sieg! Was für ein Spiel!


1. FC Köln - Hertha BSC Berlin 1:0
Tore: 1:0 Clemens (36. Minute)

Effzeh stark, Michael Rensing stark, Schiri katastrophal! Was für ein Spiel in Köln. Wahnsinn! Hier nun der Spielbericht:

Für das Sechspunktespiel konnte FC-Trainer Solbakken auf Sascha Riether und Milevoje Novakovic zurückgreifen. Die "Geißböcke" begannen die Partie schwungvoll und hatten bereits nach 8 Minuten die erste Tormöglichkeit durch Peszko. Der Pole setzte den Ball aber knapp neben den linken Pfosten. Die Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion konnten sich an der Leistung ihrer Mannschaft erfreuen. Die Kölner waren zweikampfstark und drückten Hertha in die eigene Hälfte. In der 16. Minute musste Michael Rensing das erste Mal ins Spielgeschehen eingreifen. Der Kopfball von Perdedaj stellte ihn vor keine größeren Probleme. Danach war der Effzeh wieder am Drücker. Christian Clemens hatte die nächste gute Chance, nachdem er sich gut im Strafraum durchgesetzt hatte. Seinen Schuss lenkte aber Hertha Keeper Kraft zur Ecke. Zwischen der 20. und 30. Spielminute brannte es in der Berliner Hälfte. Der wieder genesene Novakovic hatte mehrmals die Führung auf dem Fuss bzw. Kopf. Aber entweder kam er einen Schritt zu spät oder der Ball ging knapp am Tor vorbei. Der Führungstreffer lag in der Luft aber beinahe wäre die fahrlässige Chancenverwertung bestraft worden: Nach einem Freistoß aus halblinker Position kam Roman Hubnik aus sieben Metern zum Kopfball, mit einem starken Reflex wehrte Michael Rensing den Ball ab und hielt damit sein Kasten sauber. Hubnik war es, der den hoch verdienten Führungstreffer der Kölner einleitete. Sein Klärungsversuch landete bei Brecko, der mustergültig Clemens bediente. Dieser nahm den Ball direkt und wuchte ihn ansatzlos unter die Latte zum 1:0. Vier Minuten später musste der zweite Treffer für Effzeh fallen. Podolski schickte Novakovic, der aber die eins-zu-eins Situation nicht für sich entscheiden konnte. Kurz vor der Pause war wieder Michael Rensing zur Stelle, als er einen wuchtigen Kopfball von Lasogga glänzend parierte. Mit der knappen Führung ging es in die Halbzeit.

Hertha Trainer Rehagel brachte zwei neue Kräfte und sein Team begann die zweite Hälfte schwungvoller. Wieder war es Hubnik, der die erste Chance hatte aber sein Kopfball verfehlte das Ziel deutlich. Die Rheinländer nutzten das höhere Engagement der Berliner, um nun eigene Konter zu fahren. Novakovic hatte gleich zweimal die Vorentscheidung auf dem Kopf: Den ersten Kopfball lenkte Kraft noch an den rechten Pfosten, ehe der Slowene beim zweiten Versuch die Kugel knapp neben dem linken Torpfosten platzierte. In der 62. Minute musste Lanig verletzungsbedingt vom Platz und wurde durch Jajalo ersetzt. Lange durfte der Kroate nicht mitspielen. Nach einem Ballverlust im Vorwärtsgang setzte er gegen Kobiashvili nach, grätschte nach dem Ball, traf aber nur das Bein des Berliners. Schiri Guido Winkmann bestrafte diese Aktion mit einer Roten Karte. Eine sehr harte Entscheidung! FC-Trainer Solbakken reagierte prompt und nahm Novakovic vom Feld. Für ihn kam Kevin McKenna ins Spiel. Begleitet von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert versuchten die Berliner ihren personellen Vorteil zu nutzen, der FC stand zunächst aber sicher. Alleine Poldi lauerte auf Konter. Als Christian Eichner in Vorwärtsbewegung von Kobiashvili gelegt wurde, überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst bekam er für seine Aktion folgerichtig die gelbe Karte. Doch die Karte konnte den Herthaner nicht abkühlen. Er legte sich beinahe mit der ganzen Effzeh-Mannschaft an und es kam zu einer Rudelbildung, bei der das Schiedsrichterteam völlig den Überblick verlor. Zunächst zeigte Winkmann Kobiashvili folgerichtig die Gelb-Rote Karte aber zur Verwunderung aller Zuschauer im Stadion und an den Fernsehgeräten schickte er auch Lukas Podolski mit Rot vom Platz. Mit neun gegen zahn mussten die Domstädter die letzten 12 Minuten + Nachspielzeit überstehen. Mit Hilfe der Fans verlief die erste Zeit ohne Tormöglichkeiten für Hertha. In der 86. Minute parierte Michael Rensing glänzend zunächst gegen Niemayer und dann gegen Raffael. Die Berliner wollten den Ausgleich und die Kölner hatte das Glück des Tüchtigen, als Ben-Hatira nur das Ausnetz traf. In der Nachspielzeit rettete der Pfosten nach einer verunglückten Flanke, ehe Michael Rensing das Spielgerät unter sich begrub und damit den wichtigen Erfolg sicherte.

Damit wuchs der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz auf fünf Punkte. Damit wurde der Abwärtstrend endgültig gestoppt. Etwas überraschend erreichte uns am Sonntag die Meldung, dass Volker Finke nicht mehr Sportdirektor in Köln. Wir hoffen, dass es die richtige Entscheidung für Effzeh ist…

Bitte unbedingt abstimmen bei der Wahl: Wer war bester Torwart am 25. Spieltag?

© 1. Offizieller Michael Rensing Fanclub